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Interne Tools ohne Programmierer bauen: was es dafür wirklich braucht

Onagero, Redaktion · veröffentlicht am · 6 Minuten Lesezeit

Die Antwort in Kürze

Fachleute können heute interne Werkzeuge bauen, ohne Code zu schreiben: mit Low-Code-Baukästen oder indem sie KI-Agenten beschreiben, was sie brauchen. Das Bauen ist selten das Problem. Schwierig sind Datenzugang, Rechte und der Betrieb danach. Wer diese drei Dinge vorher regelt, bekommt Werkzeuge, die bleiben, statt neuer Schatten-IT.

Was mit internem Tool gemeint ist

Ein internes Tool ist eine kleine Anwendung für einen Ablauf im eigenen Unternehmen: eine Liste mit Status, ein Formular mit Freigabe, ein Kennzahlen-Cockpit, eine Auskunftsseite für den Innendienst. Wenige Leute nutzen es, aber oft, und es passt genau auf einen Ablauf, den keine Standardsoftware so abbildet. Heute steckt dieser Ablauf meist in Excel, Mails und Zurufen.

Drei Wege ohne eigene Entwicklung

  • Low-Code-Baukästen wie Retool oder Power Apps: Oberflächen per Klick, Logik in kleinen Formeln. Für Datenanbindungen und alles Ungewöhnliche braucht es trotzdem technisch versierte Leute. Siehe Onagero oder Retool.
  • Eine Agentur oder ein Freelancer baut nach Vorgabe. Jede spätere Änderung ist ein neuer Auftrag, und das Wissen über das Werkzeug liegt außer Haus.
  • KI-Agenten, die aus einer Beschreibung bauen: Die Fachperson beschreibt in eigenen Worten, was sie braucht, und prüft das Ergebnis. Wie gut das wird, hängt am Zugang zu den richtigen Daten und an den Prüfungen vor dem Betrieb.

Woran solche Werkzeuge scheitern

  • Daten: Der Zugang fehlt, oder niemand weiß, was ein Feld bedeutet. Ist „Liefertermin“ der gewünschte oder der bestätigte?
  • Rechte: Wer darf was sehen? Personendaten gehören vor der Entwicklung maskiert, siehe Daten maskieren für KI.
  • Betrieb: Ändert sich das ERP, bricht die Anbindung. Ohne Zuständigen bleibt das Werkzeug kaputt liegen.
  • Wildwuchs: Viele Werkzeuge ohne Eigentümer sind nur eine neue Form von Excel-Chaos.

Regeln, die vor dem ersten Werkzeug stehen sollten

  1. Jedes Werkzeug hat eine verantwortliche Person.
  2. Gebaut wird auf einer Kopie, Personendaten sind maskiert.
  3. In Betrieb geht nur, was ein Mensch freigibt.
  4. Lesen ist der Standard. In Quellsysteme geschrieben wird nur bewusst und nach Freigabe.
  5. Jede Zahl hat eine nachvollziehbare Herkunft.
  6. Was im Betrieb passiert, wird protokolliert.

Wie Onagero diese Regeln umsetzt, steht auf der Seite Sicherheit.

So fangen Sie an

Mit einem Ablauf, der sich regelmäßig wiederholt und dessen Aufwand Sie messen können. Der Pilot-Check sagt Ihnen in zwei Minuten, ob die Voraussetzungen stehen. Der Beitrag KI-Pilotprojekt richtig aufsetzen zeigt, wie Umfang, Messgröße und Abnahme aussehen.

Dieser Beitrag ordnet ein und ist keine Rechts- oder Steuerberatung.

Fragen zum Thema

Brauchen wir trotzdem eine IT?

Ja, für Zugänge, Server und Rollen. Aber nicht mehr für jede Änderung an einem Werkzeug.

Muss der Betriebsrat mitreden?

Wenn ein Werkzeug dazu geeignet ist, Verhalten oder Leistung von Beschäftigten zu überwachen, hat der Betriebsrat ein Mitbestimmungsrecht nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG. Das gilt unabhängig davon, wer das Werkzeug baut.

Was unterscheidet ein Werkzeug von einem Chat mit ChatGPT?

Ein Chat beantwortet eine Frage einmal. Ein Werkzeug läuft weiter: mit festen Regeln, für mehrere Personen, an Ihren echten Daten.

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