Zum Inhalt
onagero

EU AI Act im Mittelstand: was seit August 2026 gilt

Onagero, Redaktion · veröffentlicht am · 7 Minuten Lesezeit

Die Antwort in Kürze

Der AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689) gilt gestaffelt. Seit Februar 2025 gelten Verbote und die Pflicht zur KI-Kompetenz, seit August 2025 Pflichten für Anbieter allgemeiner KI-Modelle. Transparenzpflichten gelten laut Europäischer Kommission ab dem 2. August 2026. Welche Pflichten du triffst, hängt vom konkreten System und seinem Einsatz ab. Ein pauschales „AI-Act-konform” gibt es nicht.

Die Fristen im Überblick

  • 1. August 2024: Die Verordnung tritt in Kraft.
  • 2. Februar 2025: Verbotene Praktiken und die Pflicht, für ausreichende KI-Kompetenz der Beschäftigten zu sorgen, gelten.
  • 2. August 2025: Pflichten für Anbieter von KI-Modellen mit allgemeinem Verwendungszweck gelten.
  • 2. August 2026: Transparenzpflichten gelten, laut Leitlinien der Europäischen Kommission. Weitere Teile der Verordnung werden ebenfalls ab diesem Zeitpunkt anwendbar.

Für Hochrisiko-Systeme gelten eigene Fristen, und die Kommission hat im November 2025 Änderungen am Zeitplan vorgeschlagen. Prüf den aktuellen Stand, bevor du dich auf ein Datum verlässt.

Anbieter oder Betreiber?

Der AI Act unterscheidet vor allem zwischen Anbietern, die ein KI-System entwickeln und in Verkehr bringen, und Betreibern, die es in eigener Verantwortung einsetzen. Die meisten Mittelständler sind Betreiber. Deine Pflichten hängen davon ab, in welche Risikoklasse ein System fällt.

Wo es für Industriebetriebe heikel wird

Als hochriskant nennt die Verordnung unter anderem KI-Systeme im Bereich Beschäftigung und Personalmanagement, etwa zur Auswahl von Bewerbern oder zur Überwachung und Bewertung von Leistung und Verhalten von Beschäftigten. Auch Sicherheitsbauteile von Maschinen können unter strengere Regeln fallen.

Daraus folgt eine einfache Regel für den Anfang: Beginne nicht mit Personalbewertung, Sicherheitsentscheidungen oder automatischer Maschinensteuerung. Onagero schließt diese Einsätze im Piloten bewusst aus.

Was ein internes Auswertungswerkzeug typischerweise braucht

  • KI-Kompetenz: Die Leute, die das Werkzeug nutzen, sollten wissen, was es kann und was nicht. Onagero liefert zu jedem Werkzeug eine kurze Beschreibung seiner Grenzen.
  • Transparenz: Wo Menschen mit einem KI-System interagieren, sollten sie das erkennen. Antworten des Modells sind in Onagero als solche gekennzeichnet und verweisen auf ihre Quellen.
  • Menschliche Entscheidung: Das Werkzeug bereitet vor, ein Mensch entscheidet. Diese Grenze steht in jedem Onagero-Pilotvertrag.

Das ist eine Einordnung, keine Rechtsberatung. Die Pflichten hängen vom konkreten System und Einsatz ab.

Dieser Beitrag ordnet ein und ist keine Rechts- oder Steuerberatung.

Fragen zum Thema

Ist Onagero AI-Act-konform?

Eine pauschale Aussage wäre unseriös. Die Pflichten hängen vom konkreten Werkzeug und seinem Einsatz ab. Wir legen offen, was ein Werkzeug tut, und schließen Hochrisiko-Einsätze wie Personalbewertung im Piloten aus.

Müssen wir unsere Beschäftigten schulen?

Die Verordnung verlangt seit Februar 2025, dass Betreiber für ausreichende KI-Kompetenz ihres Personals sorgen. Wie das aussieht, hängt vom Einsatz ab.

Was ist mit Chatbots für Kunden?

Für Systeme, die mit Menschen interagieren, gelten Transparenzpflichten. Onagero-Werkzeuge sind intern; ein kundennahes System wäre gesondert zu prüfen.

Welches Problem würde
dein Team zuerst lösen?

Zeig uns einen echten Vorgang. Wir zeigen dir, wie er mit Onagero aussehen könnte.

Demo buchen →

Erst prüfen, ob ein Pilot passt: Pilot-Check in 2 Minuten →