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KI und DSGVO: welche Daten wohin gehen, und was das bedeutet

Onagero, Redaktion · veröffentlicht am · 8 Minuten Lesezeit

Die Antwort in Kürze

Beim Einsatz eines Sprachmodells gehen die Inhalte einer Anfrage an den Modellanbieter, auch wenn die Datenbank im Haus bleibt. Für Personendaten braucht es deshalb eine Rechtsgrundlage, einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (Art. 28 DSGVO), bei Drittländern eine Übermittlungsgrundlage (Art. 44 ff.) und oft eine Datenschutz-Folgenabschätzung (Art. 35). Pseudonymisierte Daten bleiben Personendaten.

Was genau das Haus verlässt

Die Datenbank bleibt im Haus. Was ein Sprachmodell braucht, ist der Inhalt einer einzelnen Anfrage und der Kontext, den ein Werkzeug mitgibt. Genau dieser Ausschnitt geht an den Anbieter des Modells, und genau dort setzt der Schutz an: maskieren, begrenzen, vertraglich absichern.

Onagero sagt das offen: Die Plattform läuft auf deinem Server, das Sprachmodell beim Modellanbieter. Hinaus gehen nur die Ausschnitte, die eine Anfrage braucht, in freigegebener und maskierter Form. Der Datenweg im Detail.

Was die DSGVO verlangt

  • Rechtsgrundlage (Art. 6 DSGVO): Für jede Verarbeitung von Personendaten, auch durch ein KI-Werkzeug.
  • Auftragsverarbeitung (Art. 28): Mit jedem Dienstleister, der in deinem Auftrag Personendaten verarbeitet, braucht es einen Vertrag. Das betrifft den Betreiber der Plattform und den Modellanbieter.
  • Drittlandübermittlung (Art. 44 ff.): Sitzt der Modellanbieter außerhalb der EU oder verarbeitet dort, braucht es eine Grundlage, etwa einen Angemessenheitsbeschluss oder Standardvertragsklauseln.
  • Datenschutz-Folgenabschätzung (Art. 35): Wenn eine Verarbeitung voraussichtlich ein hohes Risiko birgt, etwa bei umfangreicher Auswertung von Beschäftigtendaten.
  • Informationspflichten (Art. 13, 14): Betroffene müssen wissen, dass und wie ihre Daten verarbeitet werden.

Pseudonymisiert ist nicht anonym

Die DSGVO unterscheidet genau: Pseudonymisierte Daten (Art. 4 Nr. 5) lassen sich mit zusätzlichen Informationen wieder einer Person zuordnen und bleiben deshalb Personendaten (Erwägungsgrund 26). Erst wirklich anonyme Daten fallen aus dem Anwendungsbereich.

Maskierung, wie Onagero sie in der Analysekopie einsetzt, ist eine wirksame technische Maßnahme: Namen erscheinen im Entwicklungsstand nicht. Sie ist aber kein Freibrief. Wir beschreiben sie im Datenweg genau, damit dein Datenschutz sie bewerten kann. Mehr dazu im Beitrag Daten maskieren für KI.

Eine Bestandsaufnahme, die dein Datenschutz braucht

Bevor ein KI-Werkzeug mit echten Daten läuft, sollte eine Übersicht stehen, die folgende Fragen beantwortet:

  1. Welche Datenbanken und Dateien werden gelesen?
  2. Welche Inhalte gehen in Anfragen an das Modell, und in welcher Form?
  3. Was wird protokolliert, wo, wie lange?
  4. Wer hat Zugriff zu Supportzwecken?
  5. Wo wird verarbeitet, und welche Unterauftragnehmer sind beteiligt?
  6. Wie werden Daten gelöscht?

Onagero liefert diese Übersicht für jeden Piloten, bevor er startet. Die Bewertung nehmen deine Datenschutzverantwortlichen vor, gegebenenfalls mit Rechtsberatung.

Was du vermeiden solltest

  • Beschäftigte frei in öffentliche Chat-Dienste kopieren lassen, was sie gerade bearbeiten.
  • Werkzeuge, die Leistung oder Verhalten einzelner Beschäftigter bewerten, ohne Betriebsrat und Folgenabschätzung. Siehe KI und Betriebsrat.
  • Pauschale Aussagen wie „DSGVO-konform“ ohne Beschreibung, was konkret wohin geht.

Dieser Beitrag ordnet ein und ist keine Rechts- oder Steuerberatung.

Fragen zum Thema

Ist Onagero DSGVO-konform?

Ja. Onagero ist für den DSGVO-konformen Einsatz gebaut: Plattform und Daten laufen auf deinem Server, Namen werden maskiert, bevor eine Anfrage das Sprachmodell erreicht, und jeder Zugriff wird protokolliert. Den Vertrag zur Auftragsverarbeitung und die Dokumentation der technischen und organisatorischen Maßnahmen bekommst du vor dem Start.

Trainiert der Modellanbieter mit deinen Daten?

Das regeln die Bedingungen des jeweiligen Anbieters für geschäftliche Nutzung. Welcher Anbieter und welche Bedingungen gelten, steht im Pilotvertrag, und du siehst sie vor der Unterschrift.

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