Drei Begriffe, oft verwechselt
- Maskierung ist die technische Maßnahme: Spalten mit Namen, Adressen oder Kennungen werden leer gelassen, ersetzt oder verfremdet.
- Pseudonymisierung (Art. 4 Nr. 5 DSGVO) heißt: Die Daten lassen sich ohne zusätzliche, getrennt aufbewahrte Informationen keiner Person mehr zuordnen. Sie bleiben Personendaten.
- Anonymisierung heißt: Eine Zuordnung ist auch mit vertretbarem Aufwand nicht mehr möglich. Dann gilt die DSGVO nicht mehr. Das ist schwerer zu erreichen, als es klingt.
Warum Maskierung trotzdem viel bringt
Für die meisten Fragen einer Fertigung oder eines Controllings braucht niemand Namen. Ausschuss je Linie, Deckungsbeitrag je Artikel, Durchlaufzeit je Stelle: Das geht ohne Personenbezug. Wer die Namen gar nicht erst in die Entwicklung lässt, kann sie dort auch nicht versehentlich zeigen oder an ein Modell schicken.
Zwei Sichten gleicher Form
Onagero legt für die Entwicklung eine Analysekopie an, in der Spalten mit Personenbezug maskiert sind. Die Tabellen haben dieselbe Form wie die Originale. Dadurch kann ein Werkzeug auf der Kopie gebaut und geprüft werden.
Wird das Werkzeug freigegeben, liest es aus einer Live-Sicht mit derselben Form, aber nur die Spalten und Zeilen, die ihm erlaubt sind. Wer in der Entwicklung arbeitet, sieht die Live-Sicht nicht. Einen Weg, maskierte Werte in der Entwicklung wieder aufzudecken, gibt es nicht.
Wo Maskierung an Grenzen stößt
- Freitexte: In Bemerkungen und Reklamationstexten stehen Namen an unerwarteten Stellen. Solche Felder brauchen eine eigene Behandlung und eine Prüfung.
- Kleine Gruppen: Wenn eine Schicht aus zwei Personen besteht, verrät eine Auswertung je Schicht trotz Maskierung viel.
- Kombinationen: Mehrere harmlose Merkmale zusammen können eine Person bestimmbar machen.
Deshalb legen wir die Maskierung für jeden Piloten Feld für Feld fest und dokumentieren sie so, dass dein Datenschutz sie vor dem Start freigeben kann.